Lahmheiten gehören zu den häufigsten Abgangsursachen in der Milchviehhaltung. Im Spätwinter verschärfen sich diese Probleme besonders, da feuchte Stallbedingungen über längere Zeit bestehen bleiben.
Feuchtigkeit allein ist jedoch nicht der einzige Auslöser. Erst in Kombination mit Schmutz, Druckbelastung und Keimen entstehen Bedingungen, die Erkrankungen wie Mortellaro begünstigen. Diese entwickeln sich oft schleichend und werden zu spät erkannt.
Die Klauengesundheit ist daher stark vom täglichen Management abhängig. Kleine Veränderungen in Hygiene und Kontrolle haben oft eine größere Wirkung als einzelne große Maßnahmen.
Maßnahmen im Überblick:
- Halte Lauf- und Liegeflächen so trocken wie möglich, auch wenn das zusätzlichen Einstreuaufwand bedeutet.
- Kontrolliere regelmäßig einzelne Tiere gezielt auf erste Veränderungen im Gangbild.
- Plane Klauenpflege nicht nur reaktiv, sondern in festen Abständen über das Jahr hinweg.
- Behandle erste Läsionen sofort, bevor sich chronische Verläufe entwickeln.